Meinungsäußerung über Zahnärzte in Bewertungsportalen

Viele Zahnarztpraxen nutzen Bewertungen der Patienten auf Internetangeboten wie jameda, Google etc. zur Außendarstellung. Gute Bewertungen führen oft zur Gewinnung neuer Patienten, sodass viele Zahnärzte schlechte Bewertungen fürchten. Auch wenn es eine Binse ist: Gerade durch die Kommentare unzufriedener Patienten kann der Zahnarzt lernen, wie er sein Angebot und seine Leistungen verbessern kann. Wir empfehlen daher bei negativen Bemerkungen möglichst den Kontakt zum Patienten zu suchen. Das ist natürlich bei anonymen Bewertungen schwierig. Aber dennoch kann der Zahnarzt auch eine negative Bewertung kommentieren, und oft ergeben sich Verbesserungsansätze, die dem Zahnarzt helfen, sein Angebot zu verbessern.

Grundsätzlich kann man niemandem verbieten, seine Meinung zu äußern, siehe Art. 5 GG. Dieser Schutz gibt jedem und demnach auch jedem Patienten das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten. Dabei ist der Wahrheitsgehalt für Dritte schwer überprüfbar. Auch die anonyme Meinungsäußerung ist gestattet.

Allerdings gilt die Meinungsfreiheit wie jedes Grundrecht nicht grenzenlos, sondern es wird da begrenzt, wo Rechte Dritter beeinträchtigt werden. Werden falsche Tatsachen behauptet oder ist die Äußerung beleidigend, kann ein Zahnarzt gegen den Portalbetreiber vorgehen. Ziel ist die Löschung der falschen oder beleidigenden Bewertung, die durch einen sogenannten Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch durchgesetzt wird. Im Folgenden werden wir die unterschiedliche Kategorisierung von Bewertungen erörtern und Lösungsansätze aufzeigen.

 

 

 

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