Gründung und Rechtsformen der Zahnarztpraxis

Der Zahnarzt, der sich niederlässt, muss entscheiden, in welcher Form er seine Zahnarztpraxis organisieren will. Zahnärztinnen und Zahnärzte dürfen ihren Beruf einzeln oder gemeinsam in allen für den Zahnarztberuf zulässigen Gesellschaftsformen ausüben, § 16 MBOBZÄK. Standesrechtliche, zivilrechtliche und steuerliche Gesichtspunkte müssen bei den Formen der Berufsausübung berücksichtigt werden. Die standesrechtlichen Erfordernisse gemeinsamer Berufsausübung werden von den Zahnärztekammern kontrolliert, z.B. ob sich der Zahnarzt an mehreren BAG beteiligen darf.

Zivilrechtliche Fragen stellen sich bei der Vertretung der Gesellschaft im Außenverhältnis, der Rechte der Gesellschafter im Innenverhältnis und bei der Haftung der Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Vertretung der Gesellschaft betrifft etwa die Frage, wer Verträge für die Gesellschaft rechtswirksam abschließen oder kündigen darf, z.B. den Arbeitsvertrag mit einer ZMF. Dieses Vertretungsrecht wird auch Geschäftsführungsbefugnis genannt. Das Innenverhältnis betrifft die Rechte der Gesellschafter untereinander, z.B. was geschieht, wenn ein Mitgesellschafter den Gesellschaftsvertrag kündigt. Diese Rechte bezeichnet man auch als Gesellschafterrechte.

Geschäftsführungsbefugnis und Gesellschafterrechte sind strikt zu trennen! Die steuerliche Bewertung schließlich ist für die Frage der Art und Höhe der Steuern relevant. So unterliegt die GmbH als Körperschaft selbst der Körperschaftssteuer, wohingegen beispielsweise eine Personengesellschaft keine Körperschaftssteuer zahlen muss.

 

 

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