5 Tipps für (Zahn-)Ärztinnen und (Zahn-)Ärzte, die über eine Praxisabgabe nachdenken

Der frühe Vogel, fängt den Wurm

Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung der Praxisabgabe. Frühzeitig bedeutet 3-5 Jahre vor dem gewünschten Abgabezeitpunkt. Heutzutage ist es schwierig überhaupt Interessenten für eine Praxis zu finden, geschweige denn, aus einem Interessenten einen Käufer zu machen. Zum Teil müssen auch Übergangsszenarien für die ideale Übergabe geschaffen werden; auch dies benötigt Planung und Zeit.

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Gute Vorbereitung ist das A und O

Für den Abgabeprozess ist es wichtig, dass Sie die Unterlagen Ihrer Praxis auf aktuellem Stand und parat haben. Hierzu zählen die letzten drei steuerlichen Gewinnermittlungen der Praxis sowie eine betriebswirtschaftliche Auswertung zum aktuellen Jahr sowie ein aktuelles Lohnjournal der Praxismitarbeiter. Weiterhin sind der Mietvertrag und etwaige Verträge über Kooperationen, wie z.B. eine Berufsausübungsgemeinschaft oder Praxisgemeinschaft, wesentlich.

 

Kennenlernphasen ermöglichen

Ein Großteil der niederlassungswilligen (Zahn-)Ärztinnen und (Zahn-)Ärzte wünscht sich vor der Praxisübernahme eine Kennenlernphase. Dies bedeutet, sie wollen zunächst in der Praxis als angestellter Arzt oder Assistent beschäftigt werden, um die Praxis, die Patienten, die Mitarbeiterinnen, den Ablauf und vieles mehr kennen zu lernen. Seien Sie offen, für diese Optionen. Kennenlernphasen geben auch Ihnen die Möglichkeit herauszufinden, ob der Interessent der passende Nachfolger für Ihre Praxis ist.

Weitere Tätigkeit nach Abgabe ermöglichen

Übernehmer haben oftmals ein großes Interesse daran, dass der abgebende Zahnarzt/Arzt auch nach Übergabe noch mitarbeitet. Gründe sind z.B. die Aufrechterhaltung und bestmögliche Übertragung des Patientenstammes, insbesondere im privatärztlichen Bereich. Auch Abgeber nutzen gerne diese Möglichkeit. Sie haben die unternehmerisch Verantwortung für ihren Betrieb abgegeben, möchten jedoch noch zahnärztlich in eingeschränktem Umfang tätig sein. Hier bietet sich eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Steuer optimieren und sich dennoch auf den Verkauf fokussieren

Aktuell kommen (Zahn-)Ärzte, die ihre Praxis vollständig und dauerhaft abgeben sowie über 55 Jahre alt sind, in den Genuss einer Steuerprivilegierung. Dabei wird der Veräußerungserlös aus dem Praxisverkauf nur mit einem ermäßigten Steuersatz, sogenannter „halber Steuersatz“, belastet. Zudem wird beim Praxisverkauf empfohlen, die Übertragung zu Anfang eines Kalenderjahres durchzuführen, um eine Ballung der Einkünfte in einem Geschäftsjahr zu vermeiden. Es ist sinnvoll, die Praxisabgabe auch unter diesen Punkten zu optimieren, allerdings sollten Sie das Geschäft nicht durch steuerliche Optimierungen gefährden. Wenn Sie nur einen Käufer haben und dieser will zur Mitte eines Jahres übernehmen, dann sollten Sie den Verkauf trotzdem umsetzen, auch wenn der Zeitpunkt steuerlich für Sie nicht perfekt ist.

Nehmen Sie an unserem Seminar: „Praxisabgabe – Arztpraxis verkaufen und Ihr Lebenswerk sicher und erfolgreich übergeben“ teil und erfahren Sie mehr über dieses Thema.

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